Bilder zu Krankenhäusern

Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen

Die Selbsthilfe kooperiert mit Krankenhäusern

 


Die Selbsthilfe hat sich als ergänzender Bereich der gesundheitlichen Versorgung' - neben Leistungsanbietern und dem privaten Bereich familiärer Gesundheitssorge - inzwischen etabliert und ist als solche anerkannt. Fachleute im Gesundheitswesen wissen – nach anfänglicher Skepsis – die Leistungen der engagierten Betroffenen immer mehr zu schätzen. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass eine Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe zu verbesserter Passgenauigkeit medizinischer oder rehabilitativer Leistungen führen kann.

 

Die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen wird in den letzten Jahren auch von immer mehr Krankenhäusern und Reha-Kliniken erkannt und als komplementäre Unterstützung im Prozess der Gesundung gefördert. Je mehr die Orientierung für eine sektorenübergreifende Versorgung in den Blick gerät, umso mehr wird  auch die Einbindung informeller Hilfeformen wie der Selbsthilfe in die Versorgungskette mitgedacht. Selbsthilfegruppen und Organisationen suchen ihrerseits den Kontakt zu medizinischen Experten, um ihre Arbeit durch deren Wissen zu verbessern.

 

Erfahrungen der Zusammenarbeit gibt es in den letzten Jahren zahlreiche. Sie sind in der Regel getragen und geprägt vom Engagement Einzelner. Damit die Selbsthilfe Teil einer übergreifenden Kooperation werden kann, unterstützen die Betriebskrankenkassen seit mehreren Jahren ein Konzept, mit dem die Zusammenarbeit verbindlicher geregelt werden kann. Mit Unterstützung vor allem des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen entstand das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen – Gemeinsam für Selbsthilfe- und Patientenorientierung “. Mit finanzieller Unterstützung der BKK Landesverbände wurden in vier Bundesländern regionale „Agenturen Selbsthilfefreundlichkeit“ eingerichtet, die das Konzept „Selbsthilfefreundlichkeit“ bundesweit etablieren sollen.

Das Konzept beruht auf Qualitätskriterien, deren Umsetzung zur Verbesserung der Selbsthilfefreundlichkeit einer Gesundheitseinrichtung führt. Die im Verfahren praktizierte strukturierte und methodische Vorgehensweise bietet Orientierung beim Aufbau stabiler Kooperationsbeziehungen.

 

Die Berliner Agentur „Selbsthilfefreundliches Gesundheitswesen“ bei SEKIS wird vom BKK Landesverband Mitte gefördert und ist Teil dieses Netzes.

Berlin mit seinen zahlreichen Selbsthilfeorganisationen und einem gut funktionierenden Netz von Selbsthilfekontaktstellen kann auf eine beachtliche Zahl an Gesundheitseinrichtungen verweisen, die verbindlich mit Selbsthilfe zusammenarbeiten. Die Leistungen von SEKIS haben daran sicher einen beachtlichen Anteil. In seiner Rolle als Agentur für selbsthilfefreundliche Krankenhäuser hat SEKIS modellhaft die neuen Wege des Miteinanders beschreiten können. Mit den vorliegenden Beispielen macht die Berliner Agentur sichtbar, wie sich eine Idee in eine lebendige Vielfalt von Projekten verwandeln kann.